Aufgaben der Mitarbeiterin im Staatlichen SchulamT im Bereich Museums- und Gedenkstättenpädagogik

In Abstimmung mit den Lehrplänen können Museen als außerschulische Lernorte eine wichtige Ergänzung zum Schulunterricht darstellen und die Schlüsselkompetenzen (Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz) bei Kindern und Jugendlichen stärken. Zu diesem Zweck bieten wir entsprechende Lehrerfortbildungen an und erarbeiten in Zusammenarbeit mit den Museumspädagogen vor Ort lehrplan- bzw. bildungsplanbezogene museumspädagogische Angebote für alle Schularten und Altersgruppen.

  • Lehrerfortbildungen: Wir planen Fortbildungsprogramme für Lehrerinnen und Lehrer, die als Flyer den Schulen zugesandt wird. Außerdem verschicken wir zeitnah zu den einzelnen Veranstaltungen Einladungen. Alle Veranstaltungen sind akkreditiert, d.h. die die Lehrerinnen und Lehrer erhalten Punkte. Zu aktuellen Ausstellungen bieten wir ergänzend zu unserem Programm Veranstaltungen an. In diesem Halbjahr umfasst unser Angebot bereits 12 Veranstaltungen.
  • Öffentlichkeitsarbeit: Neben der Planung von Fortbildungsveranstaltungen arbeiten wir an Veröffentlichungen. Für die SEK.I ist eine Lehrermappe in Arbeit. Zum Thema Bergpark erschien ein Arbeitsheft, das sehr erfolgreich verkauft wird. Dank eines besonderen Sponsorings der Spardabank konnte jede Grundschule 30 Exemplare kostenfrei erhalten. Hierzu läuft ein Antrag an den Verein „Bürger für das Weltkulturerbe….“, Grundschulklassen Bergparkführungen mit Museumspädagogen kostenfrei anzubieten und dafür 3000 Euro oder mehr zur Verfügung zu stellen.Weitere Materialien zum Thema „Stadtentwicklung“ und „Kinder im Museum“ sind geplant.
  • Unterstützung von Projekten und Wettbewerben: Zu den Geschichtswettbewerben der Körber-Stiftung  fanden mehrere Veranstaltungen statt, in denen wir die Lehrerinnen und Lehrer über diesen Wettbewerb informiert haben und ihnen Unterstützung zugesagt haben. Für den nächsten Geschichtswettbewerb planen wir ebenfalls Veranstaltungen. Wir haben dazu beigetragen, das Projekt „ Hoppla – Wege zur Kunst – ein museumspädagogisches Angebot für Schüler mit Migrationshintergrund“ an den Schulen bekannt zu machen. Zauberwald und Märchenschloss“ – so lautete der Titel einer Ausstellung, die von der Kasseler Brüder Grimm-Gesellschaft als Wanderausstellung für Kinder im Grundschulalter konzipiert wurde. Auch hierzu gab es Lehrerfortbildungen für alle Schulstufen.
  • Überörtliche Zusammenarbeit: Wir haben regelmäßig Kontakt zu allen Hessischen Museums- und Gedenkstättenpädagogen. Halbjährlich treffen wir uns zu einem Erfahrungsaustausch.
  • Museumspädagogischer Rat: Im Herbst 2008 gründeten wir gemeinsam mit allen Museumspädagogen der Stadt Kassel und der Theaterpädagogin Frau Jahn-Schiller, die auch das Kinder- und Jugendnetzwerk vertritt und Mitarbeiterinnen der Stadt Kassel einen „Museumspädagogischen Rat“. Unser Ziel dabei ist, die Bedingungen an den einzelnen Museen hinsichtlich der Arbeit mit Schulklassen zu verbessern, wie z.B.:
  1. Kreativ-Räume an allen Museen
  2. Mediengerechte Ausstattung
  3. Änderung der Öffnungszeiten an einem Wochentag

          Erschwerend sind hierbei die unterschiedlichen Träger.

  • E-Mail Netzwerk: Da an einigen Schulen die zahlreichen Fortbildungsangebote nicht richtig präsentiert werden, bzw. es keine Ansprechpartner für den Bereich „Fortbildung“ gibt, haben wir auf Wunsch der Lehrer ein E-Mail Verzeichnis angelegt, damit Sie unsere Angebote per Mail empfangen können. Inzwischen ist ein kleines E-Mail Netzwerk entstanden, das wir auch nutzen um auf bestimmte Aktivitäten aufmerksam zu machen. Zuletzt betraf dies das Projekt des Künstlers Althamer, der mehrere hundert Kinder aus Kassel eingeladen hat, über tausend Quadratmeter im Fridericianum zu bemalen.
  • Internetauftritt: http://museumspaedagogik-kassel.de : Ziel ist es, die Schulen über das aktuelle Fortbildungsangebot im Bereich der Museumspädagogik zu informieren. Außerdem geben die Seiten einen Überblick über die Museen in Kassel, Preise und Öffnungszeiten, Angebote an den Museen, Angebote für Ganztagsschulen, Museumskoffer, etc. Inzwischen nutzen viele interessierte Lehrerinnen und Lehrer unsere Internetseiten, um sich zu informieren.
  • Ziele:
  1. Besucherorientierung – mehr Schulklassen in die Museen
  2. In Zusammenarbeit mit den Museumspädagogen handlungs- und methodenorientierte Vermittlungsmethoden entwickeln
  3. Beratung hinsichtlich der Verbindung von Schule uns Museum auf der Grundlage der Hessischen Lehr- und Rahmenpläne
  4. Praxisorientierte Workshops für Lehrerinnen und Lehrer, die das Fach fachfremd unterrichten
  5. Ko-konstruktive Arbeitsformen im Rahmen kultureller Bildung auf der Grundlage des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans, der ab Beginn des Schuljahrs 2009/2010 verbindlich ist.
  6. Arbeits- und Unterrichtsmaterialien erstellen