Jüdisches Alltagsleben in Kassel

Termin: Donnerstag, 22.10.2019

Uhrzeit: 16:00 -18:00

Ort: Jüdische Synagoge, Bremer Str. 3, Kassel

Referentin: Esther Hass

Kosten: 5 €

Die Ausgrenzung und Verfolgung jüdischer Mitbürger war auch in Kassel drastisch zu erleben. Hunderte sahen damals dabei zu, wie die Große Synagoge am 7. November 1938, bereits zwei Tage vor der Reichspogromnacht, gestürmt wurde. Gebetsrollen, Kultgegenstände, Vorhänge und Stühle wurden auf die Straße geschleppt und angezündet. Die Jüdische Gemeinde verschwand und erst durch die Öffnung des eisernen Vorhangs hat sich wieder lebendiges Judentum in Kassel etabliert.

Der Neubau der Synagoge ist einer der sehenswertesten Architekturdenkmäler der Modernen in Kassel und wenigen Bürgern bekannt.

Während der Besichtigung und Führung durch die Synagoge wird Esther Hass uns die

Reichhaltigkeit des jüdischen Glaubens und der jüdischen Kultur in Vergangenheit und Gegenwart verdeutlichen.

- Einführung in die Geschichte der Juden in Kassel

- Erläuterung der jüdischen Rituale

- Vorstellung des Synagogenneubaus Kassel

Da Teilnehmerzahl und Namen vorher der jüdischen Gemeinde mitgeteilt werden müssen, bitte ich um rechtzeitige Anmeldung.


Der Leda-Code

Bildnachweis MHK
Bildnachweis MHK

Termin: Dienstag, 5.11.2019

Uhrzeit: 15.45-17.45

Ort: MHK, Schloss Wilhelmshöhe, Schlosspark 1, 34131 Kassel

Referenten: Johanna Günnel, Barbara v. Lucadou

Kosten: 5 €

Beschreibung: 2019 jährt sich der 500. Todestag des Universalgenies Leonardo da Vincis. Die Gemäldegalerie Alte Meister verdankt eines ihrer wichtigsten Werke dem umtriebigen Künstler: Leda mit ihren Kindern, von Leonardo entworfen und von seinem Schüler Giampietrino vollendet. Es erzählt die Geschichte der schönen Königstochter Leda, die den Göttervater Zeus so verzückte, dass er sie in Schwanengestalt verführte. Unter der Oberfläche des Gemäldes verbergen sich verschiedene Entwürfe, die faszinierende Einblicke in die Arbeit Leonardos und seiner Werkstatt geben. Anhand der spannenden Geschichte rund um das Gemälde lassen sich immer wieder Rückschlüsse auf Leonardos Leben und Schaffen ziehen.

Im anschließenden Workshop lernen wir Leonardo, den Naturforscher und Künstler, kennen.

- Erprobung von handlungsorientierten Handreichungen für den Unterricht

- Erläuterungen zu der Entstehungsgeschichte des Bilder

- Führung durch die Ausstellung


Rachel Rose

Wil-o-Wisp Rachel Rose 2018
Wil-o-Wisp Rachel Rose 2018

Termin: Mittwoch, 6.11.2019

Uhrzeit: 16.00-18.00

Ort: Fridericianum Kassel, Friedrichsplatz

Referenten: Susanne Hesse, Barbara v. Lucadou

Kosten: 5€

Beschreibung: Im Rahmen ihrer ersten groß angelegten Einzelausstellung in Deutschland präsentiert die 1986 in New York geborene Künstlerin eine Auswahl von  Videoinstallationen und eine Serie neuer Skulpturen. In ihrem Werk lotet die Künstlerin zumeist aus, wie unsere Beziehung zur Landschaft, das Geschichtenerzählen und die Glaubenssysteme zu Fragen von Sterblichkeit unentwirrbar miteinander verbunden sind.

Indem sie ganz unterschiedliche Themen behandelt – z. B. die Versuche mittels Tieftemperaturtechniken das Leben über den Tod hinaus zu verlängern, die Narrative des Verlassens in der Kinderliteratur oder die sensorische Erfahrung von Schwerelosigkeit im Weltall – hinterfragt sie, was uns zu Menschen macht und wie wir danach streben, diese Bestimmung zu verändern oder ihr gar zu entkommen. Nach einem geführten Rundgang durch die Ausstellung, stellen wir Ihnen unsere Angebote vor und erproben mit Ihnen exemplarisch handlungsorientierte Unterrichtsansätze. Im Anschluss haben wir Zeit bei einem Getränk über den Einsatz im Unterricht zu diskutieren.

- Führung durch die Ausstellung

- Analyse ausgewählter Arbeiten

- Erprobung handlungsorientierter Ansätze für den Unterricht


Die 80er Jahre

Foto: Jessica Wernhardt
Foto: Jessica Wernhardt
Foto: Jochen Herzog
Foto: Jochen Herzog

Termin: Mittwoch, 13.11. 2019

Uhrzeit: 16.00-18.00

Ort: Stadtmuseum Kassel, Ständeplatz 16 , 34117 Kassel

Referenten: Klaus Wölbling, Barbara v. Lucadou

Kosten: 5 €

30 Jahre Mauerfall! Ein Land, zwei Staaten – was 40 Jahre lang deutsche Normalität gewesen war, wurde 1989 friedlich überwunden. Heute unvorstellbar für die jüngere Generation, erinnern sich noch viele Zeitzeugen an den belastenden Alltag mit der innerdeutschen Grenze und an die überschwängliche Freude über den Mauerfall. Anlässlich dieses weltpolitischen Jahrestags wagt das Stadtmuseum Kassel eine Reise in ein Jahrzehnt, das die Menschen bewegte: die 1980er Jahre. Die Ausstellung beleuchtet ebenfalls die lokalen Entwicklungen in Kassel. Das Stadtbild veränderte sich enorm: Mit der Bundesgartenschau 1981 entstand ein neues Naherholungsgebiet, am Holländischen Platz wuchs die Gesamthochschule Kassel, und Joseph Beuys ließ 7.000 Eichen pflanzen. Derweil etablierten sich aus bürgerschaftlichem Engagement heraus zahlreiche neue Institutionen, z. B. das Kasseler Forum für den Frieden e. V., der Filmladen e. V. oder die Aids-Hilfe Kassel e. V. Geopolitisch lag Kassel im Zonenrandgebiet. In welchem Maße erzeugte diese Lage ein Bedrohungsgefühl in der Bevölkerung? Und wie erlebten die Kasseler den Mauerfall? Was blieb den Zeitzeugen also bis heute im Gedächtnis? Und welche Vorstellungen haben Jugendliche von den 1980er Jahren? Im KasselBlick können Sie Ihren Eindrücken und Erinnerungen freien Lauf lassen.

- Führung durch die Ausstellung

- Erprobung der handlungsorientierter Mitmachstationen

-Diskussion über den Einsatz im schulischen Alltag


Rotes Käppchen, blauer Bart - Märchenhafte Farben und Experimente

Termin: Dienstag, 19.11.2019

Uhrzeit: 15.30 -17.30

Ort: GRIMMWELT Kassel, Weinbergstraße 21, 34117 Kassel

Referenten: Julia Ronge, Barbara v. Lucadou

Kosten: 5€ /

Beschreibung

Farben faszinieren das Auge des Betrachters. Ebenso faszinierend ist ihre symbolische und kulturhistorische Bedeutung, die sich oft über Jahrhunderte hinweg entwickelte und sich auch in Märchen findet. Ob bei den Brüdern Grimm, Hans Christian Andersen oder Johann Wolfgang von Goethe: Farben werden nicht

zufällig gesetzt, sondern haben eine tiefere Bedeutung. Gold steht für Reichtum und Vollkommenheit, Weiß für das Göttliche, das Erhabene, Schwarz dagegen symbolisiert meist Tod und Teufel. 

Im 19. Jahrhundert wurden bahnbrechende naturwissenschaftliche Entdeckungen rund um die Physik der Farben und das menschliche Sehen gemacht, und gleichzeitig wurden prominente Märchensammlungen wie die der Brüder Grimm publiziert. Das Zusammentreffen von Forschung und Phantasie nimmt die GRIMMWELT Kassel zum Anlass, um der Bedeutung von Farben im Märchen nachzugehen: Warum trägt Rotkäppchen ausgerechnet Rot, und weshalb wirkt ein blauer Bart befremdlich? Diesen und anderen spannenden Fragen geht die Ausstellung für Kinder und Erwachsene nach. Beeindruckende historische Märchenbilder und -bücher in Kombination mit Experimenten der damaligen Zeit garantieren eine kurzweilige Entdeckungsreise in ein bisher wenig untersuchtes Thema.


Architektur der 20er Jahre: Die Rothenbergsiedlung

Termin: Mittwoch, 4.12.2019

Uhrzeit: 15.30 -17.30

Beginn: Rothenbergsiedlung, Bushaltestelle Treysaer Strasse ( Linie 16)

Referenten: Dipl. Ing.Volker Oestereich, Babara v. Lucadou

Kosten: 5€

Beschreibung: Das Bauhaus feiert dieses Jahr seinen 100 Geburtstag. Auch in Kassel kann man die Einflüsse dieser weltweiten Architekturschule verfolgen. Als gutes Beispiel eignet sich dafür die Rothenbergsiedlung. Diese wurde in den 20er

Jahren mit ursprünglich über 2000 Wohnungen geplant. Diese boten für die Arbeiter unter damaligen Verhältnissen viel Komfort und waren eine architektonische Meisterleistung. Unter anderem besaßen diese Wohnungen schon eine Einbauküche - die sogenannte „Frankfurter Küche“. Ebenso gab es ein Wasch- und ein Heizhaus. 

Otto Haesler ( der auch als Bauhausdirektor im Gespräch war) plante die Siedlung in der neuartigen Stahlskelettbauweise, die in Kassel nicht unumstritten war. Fertiggestellt wurden leider nur 216 Wohnungen, bedingt durch die Wirtschaftskrise und der politischen Entwicklung. Die 1933 an die Macht gelangten Nationalsozialisten lehnten den Bau ab.

- Führung in der Rothenbergsiedlung

- Merkmale der Bauhausarchitektur

- politische Dimension von sozialem Wohnungsbau in der Weimarer Zeit

- handlungsorientierte Ansätze für die Behandlung im Unterricht


Bitte melden Sie sich unter Angabe Ihrer Personalnummer  per E-Mail an fortbildung.ssa.kassel@kultus.hessen.de an.  Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen, Schule, Thema und Termin der Veranstaltung anzugeben.  Eine Anmeldung ist auch über www.kultusministerium.hessen.de oder über den Bildungsserver www.region-kassel.bildung.hessen.de möglich.  Die Angebote richten sich ausschließlich an Lehrkräfte des Landes Hessen sowie an Lehrkräfte von Schulen in freier Trägerschaft der Bildungsregion Kassel.  Bitte beachten Sie, dass Sie Ihre Personalnummer auch am Veranstaltungstag benötigen.  Im Übrigen bitten wir Sie, im Falle einer plötzlichen Verhinderung umgehend abzusagen.